Kraniosakrale Körperarbeit

Kraniosakrale Körperarbeit

Als Kraniosakrales System bezeichnet man die Einheit von Cranium (Schädel), Wirbelsäule und dem Sacrum (Kreuzbein). Die ersten Untersuchungen auf diesem Gebiet wurden am Beginn des 20.Jahrhunderts von dem Arzt und Osteopathen W.G.Sutherland durchgeführt. Er erkannte, dass die einzelnen Schädelknochen über die Knochennähte (Suturen) beweglich miteinander verbunden sind. Zu dieser Zeit war die allgemeine Ansicht die, dass die Schädelknochen bei erwachsenen Menschen miteinander verwachsen wären. Sutherland entwickelte erste Techniken zur Bestimmung der Knochenbewegungen und deren Manipulation.
Anfang der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts untersuchte ein Team aus Osteopathen und Naturwissenschaftlern in den USA das Phänomen des Kraniosakral Systems. Mit Hilfe von elektronenmikroskopischen Untersuchungen und diversen Messungen mit unterschiedlichen Technologien am lebenden Organismus studierte man das Verhalten und die Selbstregulation des Systems.
Ein Mitglied dieses Teams war der Arzt und Osteopath John E. Upledger. Er entwickelte Techniken zur Beurteilung und Manipulation der Knochen und des umgebenden Gewebes. Upledger begründete damit die heutige Form der Kraniosakral Therapie. Er entwickelte nicht nur das System stark weiter, er machte es auch Menschen ohne osteopathische Ausbildung zugänglich.
Ziel der Behandlung ist es, die Mobilität des Organismus in seinen feinen Bewegungen und Rhythmen wieder herzustellen. Nur wenn der optimale natürliche Spannungszustand im Körper vorherrscht, kann der Organismus seiner Aufgabe der Selbstregulation nachkommen.

Wie sieht eine Behandlung aus?
Bei der Kraniosakralen Körperarbeit wird auf einem Massagetisch gearbeitet. Man ist dabei bekleidet, sollten aber leichte Kleidung tragen (z.B.: T-Shirt und Jogginghose). Die Dauer der Behandlung liegt bei ca. 1 Stunde. Bei der Behandlung werden sehr ruhige und sanfte Techniken eingesetzt.